Im Vergleich zu meiner durchnässten Unterkunft in Puerto Vallarta bin ich letztes Wochenende in einem "Paradies" der Extraklasse gelandet. Kurz nach dem Aufstehen am Freitag hat mich Sophie, meine Mitbewohnerin, gefragt, ob ich nicht Lust hätte übers Wochenende mit ihr und Elo ans Meer zu fahren, denn sie wurde von zwei Studienkollegen zu einem gratis Kurzurlaub in ein Haus am Meer eingeladen.
Warum nicht? 5 Minuten später war mein Rucksack gepackt und weitere 2 Minuten später saßen wir schon im Auto Richtung San Juan de Alima einem kleinen pueblito (Dörfchen) am Pazifik.
Die Spontanaktion hat sich ausgezahlt:
Mitten im Dschungel hat sich dort die Créme-de-la-Créme aus Guadalajara zusammengeschlossen und ein Luxusferienörtchen aus ca. 25 Villen bestehend erbaut. Eine davon wird zB vom Golfer Nr. 1 der Welt Lorena Ochoa bewohnt. Swimmingpool, Whirlpool, Motorboot, Jet-Ski, Tauch- und Angelausrüstungen vom feinsten natürlich Grundbestandteil einer jeder dieser Villen. Jedes Gästezimmer wurde jeden Tag mit frischen Handtüchern versorgt und mit Duschgel, Shampoo und den verschiedensten Body-Lotions ausgestattet; jeden Tag frisch geputzt und neu überzogene Betten. Auch am Pool wurden uns jeden Tag neue Badetücher, die die Initialen der Eltern von Bernardo (Gastgeber) trugen, angeboten. Gegessen haben wir vom Feinsten: Meeresfrüchte und mexikanische Spezialitäten. Tagsüber waren wir am Meer fischen. Was für mich aber eher etwas gewöhnungsbedürftigt war, weil ich davon ausging, gemütlich dahinzukuttern (gibt's das Wort Dagmar?) und auf kleine Fischchen zu warten. Nicht hingegen einen Wettkampf um "dorados" (laut Wörterbuch Seebrasse ... was jedoch irgendwie sehr deutsch klingt und mir als Anti-Fischerin nicht viel sagt) zu veranstalten, die am Boot recht brutal erschlagen wurden und was dann zu meinem Entsetzen ziemlich blutig ausging. Aber zum Glück hat jedes Boot einen Vorderteil auf den man flüchten kann und zum sich-sonnen einlädt. Was ich dann im Falle der Fischmorde auch gemacht habe. Aber neben den vielen (zu vielen) Fischen haben wir auch DELFINE, Schildkröten, Waschbären, Kojoten und Leguane ..... gesehen, was echt a Highlight war.



Und um das ganze Luxusding abzurunden gings am Samstag Abend auf eine Geburtstagsstrandparty eines Nachbarns von Bernardo. Natürlich alle in edles Weiß gekleidet, außer wir 3 "Ausländer" und unsere 2 Gastgeber, die sich von der feinen Gesellschaft etwas distanzieren und sie provozieren wollten :-) Was auch gelang, denn wir wurden etwas schräg angeschaut und ständig gefragt, warum wir nicht auch laut Dress-Code in weiß erschienen sind. Naja. Ihre Art Feste zu feiern war nicht unbedingt die unsere.
Alles in allem war der Trip zwar für ein Wochenende lang sehr sehr entspannend und relaxend und vor allem mit einer traumhaft schönen Landschaft verbunden, nur wäre es mir auf Dauer zu langweilig in dieser Schicki-Micki-Gesellschaft zu feiern und zu urlauben. Das ganze hat mir nur einmal mehr und vor allem sehr sehr deutlich die extremen Kontraste von Mexiko gezeigt.
Trotz Regen bei der Ankunft am Freitag Abend war der erste Weg ab ins Meer und mit einem anschließenden Tequila-Erfrischungsgetränk verbunden.

Die Gastgeber Manuel y Bernardo

Meine beiden francesas Elo y Sophie!

Alejandro y yo (im Haus waren ca. 20 Leute untergebracht...also Mangel an Gästezimmer haben die nicht)
1. erfolgloser Angelversuch am Samstag Vormittag



Wakeboarding!

Nachbarstrand mit Dünen




Fresa-Party ... qué divertido!
Nach 2 Stunden Schlaf wurden wir am Sonntag um 8 Uhr Morgens geweckt, um erneut unser Glück beim Fischen zu versuchen.


Und diesmal mit Erfolg: ca. 10 Riesen-dorados!
Und weil ich's am Wochenende mit dem Fotografieren mal wieder etwas übertrieben habe und ca. 500 Fotos davon habe, gibts unter folgendem Link mehr:
http://picasaweb.google.de/dani.en.mexico/SanJuanDeAlima/photo#s5109090307589809266