Dienstag, 28. August 2007

Gefeiert wird hier schon auch das eine und andere Mal

Also damit ihr euch nicht allzu sehr sorgt, dass ich meine Zeit nur mit Lernen verbringen muss, poste ich mal zur Abwechslung ein paar Feierfotos, die Entwarnung geben.
Gefeiert wird meistens aus einer Stammrunde von 7-9 Franzosen, 2 Mexikanern und mir als einzige Österreichvertreterin.

Und nachdem ich dank einigen gröberen Magenverstimmungen die ersten Festlichkeiten auslassen musste, freute ich mich natürlich umso mehr, dann auch endlich an diesem Teil des Auslandssemesters teilnehmen zu können.



Pre-Copa (Vorglühen) bei uns im Haus
Uli, Aymeric (Lille) und die immer gut gelaunte Elodie (Paris, Lille)
Justine (Lille), die Mitbewohnerin von Aymeric, et moi

Elodie & Leon beim Gstanzl-singen

Franz-Mexik. Päarchen



Tequila-Reunion im Haus von Elo, Maximus & León

Uli ... seit da an mein "amigo de tequila" :-)

Teamwork


Tequila macht happy ... leider werde ich aber jetzt den Ruf der "reina del tequila" nicht mehr los. Liegt vielleicht aber auch daran, dass wir bereits in Graz schon das eine oder andere Mal mit echtem guatemaltekischen Tequila trainiert haben (gracias flaca)


... verbindet Leute

... und macht vor allem auch hungrig.

Sonntag, 26. August 2007

Chapala

Um der stickigen Stadtluft mal für ein Weilchen zu entfliehen, fuhren wir letzte Woche für einen Tag zum lago Chapala, dem größten See Mexikos, der 1 ca. Autostunde südlich von Guadalajara liegt. Aber von wegen Badespass ... der See ist eine ziemliche "Dreckssuppe" und höchstens zum Bootlfahren und Panomaragenießen gut. Trotzdem aber war die eintägige Flucht aus der Großstadt eine gelungene Abwechslung zum Unialltag.


Die schönen Grüntöne haben mich glatt a bissl an die Heimat erinnert. Überhaupt ist das Umland von Guadalajara bzw. die Klimazone hier sehr, sehr grün, was der Regenzeit, die von Mai-September anhält, zu verdanken ist.




Gerli y yo



Einige Impressionen der Stadt ...









Qué rico ... Kokosnuss!


Ein Kaktusfoto ganz speziell für meine liebe Mama! México wär für dich Kaktusfreak DAS Kaktusparadies schlechthin ;-)

Mittwoch, 22. August 2007

Meine Uni und Freizeitanalage ...

.... das ITESO


Den Großteil der letzten 2 Wochen habe ich am herrlichen Campus meiner Gastuni dem ITESO verbracht. Nicht nur während meiner Uni-Kurse bin ich dort, sondern auch um die BERGE an Arbeiten für die Uni vorzubereiten oder einfach in der Caféteria zu chillen ... denn Kaffeetrinken tun nämlich anscheinend die mexikanischen Studenten mindestens genauso gern wie wir österreichischen und daher hab ich die beiden Cafés schon sehr ins Herz geschlossen.

Als ich das erste Mal dorthin gekommen bin, war ich doch mal sehr überrascht von dieser schönen, riesigen Grünanlage, da das restliche Stadtbild doch recht ärmlich erscheint und diese Privatuni wohl wirklich so einiges verdient an seinen Studenten, um sowas aufbauen und erhalten zu können. Stolze 7000 € zahlt man hier für ein Jahr, was für mexikanische Verhältnisse doch a ganz schöner Brocken ist. Dass die Studenten hier aus ziemlich wohlhabenden Häusern kommen, sieht man denen auch an. Temperaturunabhängig, Mini-Rock und Bauchleiberl muss sein und ganz wichtig: farblich abgestimmt natürlich das Haargummerl, der Lidschatten, Gürtel, Accessoires und die etwas ungemütlich wirkenden Schühchen. Aber so ein Tag dauert ja lange und deshalb muss auch während der Vorlesungen dafür gesorgt werden, dass Haare und Make-up tip top sitzen und so wird regelmäßig der Lippenstift gezückt oder Augenbrauen gezupft.

Abgesehen von dieser etwas lächerlichen Auftakelei, sind die meisten Studenten hier aber ganz nett, sehr aufgeschlossen und vor allem hilfsbereit. Der Sonderstatus "Austauschstudent" verschafft uns halt Gott sei Dank doch ein paar wenige Vorteile und bei Gruppenarbeiten wird uns dann so manches Mal der weniger aufwändige Teil zugeteilt. Reicht aber trotzdem, denn der Unialltag hier erinnert mich ein wenig an meine Schulzeiten zurück. Für jede Stunde sind Aufsätze zu schreiben (wirklich für JEDE) oder stapelweise an Texten zu lesen, um diese danach wiederum schriftlich zu bearbeiten. (also unterfordert bin i bei weitem nit hier)


ein Innenhof


Ansonsten geht's hier recht diszipliniert zu. In der ersten Einheit eines Kurse wurde uns beovor der übherhaupt ein Hallo oder eine Vorstellung des Professors erfolgte, ein viertel-stündiger Vortrag gehalten, welche Regeln es nicht alles zu befolgen gilt. Kaugummikauen zB galt für diesen Herren auch als absolutes Verbrechen.

Klassengröße ist im Vergleich zu unserer Uni sehr klein. Es sitzen maximal 20-30 Studenten im Kurs, von denen sehr viel Mitarbeit verlangt wird, um den Kurs zu bestehen. Was aber auch sehr eisern verfolgt wird und das ganze recht interessant macht. Dauermonologe der Professoren wie bei uns, gibt es hier nicht.


Als Ausgleich zu dem doch stressiger als erwarteten Unileben, nützen wir sehr brav das super Sportangebot hier am Campus. Es gibt eine eigene Sporthalle und auch im Freien Fußball-, Tennis-, Volleyballeinrichtungen und wem das nicht reicht, der kann sich noch zusätzlich im Fitnesscenter austoben. Noch sind wir sehr konsequent dabei ... gestern stand zB Volleyball mit zusätzlichem 1-stündigem Fitnessworkout am Programm, heute Pilates. Resümee, ich hab dabei sehr schnell gemerkt, wie unsportlich ich eigentlich bin ...


Sporthalle

So, jetzt geht's aber auf ans Aufsatz-Schreiben für 'Comercio Internacional' ... :-(
Was soll's, ich bin ja eh zum Studieren hierher gekommen
.

***HAPPY BIRTHDAY***


Kati ... ist zwar nix neues, dass wir nicht gemeinsam deinen Geburtstag feiern können, aber das heißt nicht, dass ich nicht trotzdem an dich denke und a Glaserl auf dich heben werd :-)
Feier schön und lass es krachen! Nachgeholt werden die Feiereien halt dann im Jänner umso intensiver ...
Alles Gute wünscht dir deine Dani!

Dienstag, 14. August 2007

Tonalá

Am Sonntag Vormittag ging's mit Gerhild (zweite österreich. Austauschstudentin hier), ihrem Gastpapa/-opa Emilio und ihrem Mitbewohner Jonathan nach Tonalá, zu einem riesigen Markt am Stadtrand von Guadalajara.

Frühstück auf Gerhilds Terrasse

Gastopi Emilio mit keckem Sombrero

Gehandelt wurde mit ...

... bunten, handgemachten Tonwaren,

... frischen Früchten (und Fischen),

... kitschigem Allerlei,


... Ponys,


... Radln und vielem mehr ...






Sonntag, 12. August 2007

Bleibe gefunden!

Es war wohl ein kleiner Wink des Schicksals, dass ich in meiner Ankunftsnacht im Hostal Sophie kennengelernt habe. Denn auch sie wird an der gleichen Uni wie ich ihr Auslandsjahr verbringen und auch sie war damals auf der Suche nach einer Unterkunft.

Und so hat es sich ergeben, dass ich am Donnerstag nach dem Begrüßungstag der Austauschstudenten am ITESO (unserer Uni) gleich mit hierher gekommen bin, kurz das Haus mit kleinem Gärtchen und schöner Terrasse besichtigt habe, zurück ins Hostal gedüst bin, gepackt und gezahlt habe und dann die Mitbewohnerin der 3 Franzosen Sophie, Vincent und Adrian wurde. In den nächsten Tagen sollten noch ein Mexikaner und ein Mädl aus L.A. einziehen. Vorerst zählt zu meinen Mitbewohnern jedoch leider auch eine nervige "cucaracha" (= Kakerlake), die ich gestern endgültig loswerden wollte, sie aber aus dem Fenster geflüchtet ist, sich seither versteckt hält und ich dauernd auf der Hut sein muss, um in der Nacht keine unerbetenen Besucher a lá cucaracha 1 & friends zu bekommen. *guacalas*



Max, Adrian, Vincent & Sophie (bei ihrem Lieblingshobby dem Kartenspielen)

Jean-Maxime und Elodie (beide FR) und Uli (MEX) auf Besuch

Dienstag, 7. August 2007

Das Abenteuer kann beginnen ...

Nach den vielen Anfragen von meinen lieben Verwandten, schicke ich euch mal schnell ein kleines, erstes Blog-Lebenszeichen in die Heimat.
Gerade sitze ich in einem netten, kleinen Hostal irgendwo in der Mitte dieser RIESIGEN Stadt und bin noch ein wenig überfordert mit dieser wirklich fremden, aber sehr interessanten Welt.

Fremd wirke anscheinend auch ich auf die Leute von hier. Speziell die Kinder mustern einen mit solch verwunderten und interessierten Blicken , dass mir oft das Lachen kommt. Steht man im Bus, kann es passieren, dass sie die Augen während der gesamten Busfahrt nicht von einem nehmen und angestrengt versuchen auch die Aufmerksamkeit ihrer Eltern auf diese seltsam aussehende Person zu lenken.
Nach der zweiten Nacht hier, habe ich mich einigermaßen von dem dem ca. 25-stündigen Reisetrip, unzähligen Security-Checks an den Flughäfen, dem doch recht grantigen und unfreundlichen Flughafenpersonal, dem 8 h-langen Warten auf den Anschlussflug in Atlanta usw. gut erholt.
Aber es wäre ja langweilig, wenn alles so klappen würde, wie man es sich vorstellt:

Denn eigentlich sollte ich euch nicht von einem Hostal aus, die ersten Berichte schicken, sondern von dem netten Häuschen, dass mir per Internet von einem mexikanischen Studenten namens Juan Pablo versprochen worden ist. Nun wurde mein großer Wunsch nach einer Dusche und einem Bett nach meiner Ankunft leider doch nicht so schnell erfüllt wie gedacht. Als wir (3 meiner künftigen Uni, die mich vom Flughafen abgeholt haben und ich) endlich die Calle San Martín gefunden hatten, fanden wir ein Haus im total Chaos wieder. Von unten bis oben mit Gerümpel "eingerichtet" und inmitten der ärgsten Bauarbeiten. Zu müde jedoch, um mich darüber zu ärgern, meinte Juan Pablo, ich könne ja die erste Zeit am Boden schlafen. Das war dann in diesem Moment doch nicht unbedingt das, was ich hören wollte und somit erkundigte mich dann schnell nach einer anderen Möglichkeit, da der harte Fließboden nicht wirklich sehr einladend auf mich wirkte. Zu guter Letzt brachten sie mich dann alle hier ins "Casa Libertad", wo ich es mir mal fürs erste gemütlich mache.

Nach 11 h Schlaf, einer ausgiebigen Portion Kaffee und 0 Stadtkenntnissen, habe ich mich dann gestern Nachmittag das erste mal auf den Weg in das turbulente und chaotische Stadtinnere gewagt, um mir einen Adaptor für die Steckdose zu besorgen, den ich natürlich im stressigen Packeifer vergessen hatte. Was sich dann im Nachhinein aber als ziemliche Herausforderung herausgestellt hat, da dieses Vorhaben mit kleinen Verschnaufspausen ca. 4 h in Anspruch genommen hat. Im 6. Elektrogeschäft schlussendlich ist der dortige Verkäufer mit mir ins 7. gegangen, wo ich dann vor lauter Freude gleich 2 kaufte (zum Schnäppchenpreis von 50 Cent pro Stück.), noch immer ziemlich verwundert, warum für ein solches Gerät in einer 5 Mio.-Einwohnerstadt nicht wirklich ein Bedarf besteht.

Also dann ... das war's auch schon fürs erste.
Haltet mir die Daumen, dass ich bald eine fixe Bleibe finden werde ...
Und hier noch ein Foto vom Stadtzentrum - die Kathedrale von Guadalajara.

Los primeros saludos desde Mexico!

D a n i