.... das ITESO
Den Großteil der letzten 2 Wochen habe ich am herrlichen Campus meiner Gastuni dem ITESO verbracht. Nicht nur während meiner Uni-Kurse bin ich dort, sondern auch um die BERGE an Arbeiten für die Uni vorzubereiten oder einfach in der Caféteria zu chillen ... denn Kaffeetrinken tun nämlich anscheinend die mexikanischen Studenten mindestens genauso gern wie wir österreichischen und daher hab ich die beiden Cafés schon sehr ins Herz geschlossen.
Als ich das erste Mal dorthin gekommen bin, war ich doch mal sehr überrascht von dieser schönen, riesigen Grünanlage, da das restliche Stadtbild doch recht ärmlich erscheint und diese Privatuni wohl wirklich so einiges verdient an seinen Studenten, um sowas aufbauen und erhalten zu können. Stolze 7000 € zahlt man hier für ein Jahr, was für mexikanische Verhältnisse doch a ganz schöner Brocken ist. Dass die Studenten hier aus ziemlich wohlhabenden Häusern kommen, sieht man denen auch an. Temperaturunabhängig, Mini-Rock und Bauchleiberl muss sein und ganz wichtig: farblich abgestimmt natürlich das Haargummerl, der Lidschatten, Gürtel, Accessoires und die etwas ungemütlich wirkenden Schühchen. Aber so ein Tag dauert ja lange und deshalb muss auch während der Vorlesungen dafür gesorgt werden, dass Haare und Make-up tip top sitzen und so wird regelmäßig der Lippenstift gezückt oder Augenbrauen gezupft.
Abgesehen von dieser etwas lächerlichen Auftakelei, sind die meisten Studenten hier aber ganz nett, sehr aufgeschlossen und vor allem hilfsbereit. Der Sonderstatus "Austauschstudent" verschafft uns halt Gott sei Dank doch ein paar wenige Vorteile und bei Gruppenarbeiten wird uns dann so manches Mal der weniger aufwändige Teil zugeteilt. Reicht aber trotzdem, denn der Unialltag hier erinnert mich ein wenig an meine Schulzeiten zurück. Für jede Stunde sind Aufsätze zu schreiben (wirklich für JEDE) oder stapelweise an Texten zu lesen, um diese danach wiederum schriftlich zu bearbeiten. (also unterfordert bin i bei weitem nit hier)
Ansonsten geht's hier recht diszipliniert zu. In der ersten Einheit eines Kurse wurde uns beovor der übherhaupt ein Hallo oder eine Vorstellung des Professors erfolgte, ein viertel-stündiger Vortrag gehalten, welche Regeln es nicht alles zu befolgen gilt. Kaugummikauen zB galt für diesen Herren auch als absolutes Verbrechen.
Klassengröße ist im Vergleich zu unserer Uni sehr klein. Es sitzen maximal 20-30 Studenten im Kurs, von denen sehr viel Mitarbeit verlangt wird, um den Kurs zu bestehen. Was aber auch sehr eisern verfolgt wird und das ganze recht interessant macht. Dauermonologe der Professoren wie bei uns, gibt es hier nicht.
Als Ausgleich zu dem doch stressiger als erwarteten Unileben, nützen wir sehr brav das super Sportangebot hier am Campus. Es gibt eine eigene Sporthalle und auch im Freien Fußball-, Tennis-, Volleyballeinrichtungen und wem das nicht reicht, der kann sich noch zusätzlich im Fitnesscenter austoben. Noch sind wir sehr konsequent dabei ... gestern stand zB Volleyball mit zusätzlichem 1-stündigem Fitnessworkout am Programm, heute Pilates. Resümee, ich hab dabei sehr schnell gemerkt, wie unsportlich ich eigentlich bin ...
Sporthalle
So, jetzt geht's aber auf ans Aufsatz-Schreiben für 'Comercio Internacional' ... :-(
Was soll's, ich bin ja eh zum Studieren hierher gekommen.
1 Kommentar:
Hola Schatzi...
aha, du bist zum Studieren dort...
que pena... *g*
sehr cooler Bericht u au Fotos vom Campus, wie schnell du doch meine "Forderungen" erfüllst... hab ich dich gut erzogen...
pues, disfrute el trip al mar! mil besos, la conny... :-)
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